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6.6 Nachlaß Dr. Erich Cohn (1909-1995)
- Title
- 6.6 Nachlaß Dr. Erich Cohn (1909-1995)
- Description
-
Erich Cohn, am 20. Juli 1909 in Berlin geboren, besuchte von 1916 bis 1929 das Falk-Realgymnasium in der Lützowstraße in Berlin-Tiergarten. Er schrieb sich 1929 an der Friedrich-Wilhelm Universität zu Berlin für das Studienfach Medizin ein. Sein Studium, das er nach seiner Emigration 1933 in Italien fortsetzte, schloß er 1935 an der Universität zu Pisa mit der Promotion in Medizin ab. In den Jahren 1935-1940 arbeitete Erich Cohn als Arzt, vorwiegend als Assistent eines Universitätsprofessors der Universität in Pisa.
/ Erich Cohn wurde am 1. Dez. 1940 verhaftet und zu einer einmonatigen Gefängnishaft verurteilt, in das KZ Ferramonti (Regierungsbezirk Cosenza) und von dort am Ende des Jahres 1942 in das KZ Bagno a Ripoli (im Regierungsbezirk Florenz) überführt. Nach der Überstellung an die deutschen Besatzungsbehörden wurde er am 30. Jan. 1944 in das KZ Auschwitz deportiert. Er arbeitete als Chirurg im Lager Monowitz-Buna und im Lager Jawischowitz. Nach zweimaliger Verlegung, zunächst in das Lager Gleiwitz und dann nach Blechhammer, wurde er am 24. Jan. 1945 von der Roten Armee befreit.
/ Im selben Jahr gelangte Erich Cohn in das Sammellager Oels (Schlesien) und war dort als Arzt tätig. Hier lernte er seine spätere Frau Nelly Leschczer kennen, mit der er im November 1945 nach Berlin ging. Er erhielt in der Rigaer Straße 56 Räume für seine Praxis und eine Wohnung, wo er bis zu seiner Pensionierung als Orthopäde tätig war. 1970 gab Dr. Cohn seine Praxis auf und erhielt eine Ehrenpension für Verfolgte des Faschismus. Er starb am 16. Januar 1995 und wurde auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee beigesetzt. - Temporal Coverage
- 1995
- 1899
- Identifier
- QGJ.v6.C00073.I02003
- contains
- Umfang des Bestandes: 126 AE; 1,0 lfm
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