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6.2 Nachlaß Fritz Selbiger (1904-1989)
- Title
- 6.2 Nachlaß Fritz Selbiger (1904-1989)
- Description
- Fritz Selbiger, am 12. Mai 1904 in Berlin-Pankow geboren, absolvierte von 1920-1923 eine Banklehre bei der Bank "Sachs, Bentheim & Co". Anschließend wechselte er in den Betrieb seines Vaters und erlangte 1927 den Gesellenbrief als Glaser. Nach dem Tod seines Vaters 1932 übernahm Selbiger den väterlichen Laden und die Werkstatt in der Wollankstraße 133, legte 1935 erfolgreich seine Meisterprüfung ab und arbeitete bis 1938 als selbständiger Glasermeister. Nach der Zwangsliquidierung seines Geschäfts im Dezember 1938 mußte Fritz Selbiger Zwangsarbeit leisten - zuerst bei der Firma Kodak und dann im April 1944 beim Zimmerei- und Baugeschäft von Fritz Müller, Berlin-Mariendorf. Er überlebte mit seiner Mutter in Berlin und arbeitete 1945 wieder als selbständiger Glasermeister in den alten Räumen in der Wollankstraße in Pankow. Im Januar 1946 wurde Fritz Selbiger vom Magistrat der Stadt Berlin als "Opfer des Faschismus" anerkannt. 1962 gab er im Alter von 58 Jahren seine Tätigkeit als Glasermeister auf. Fritz Selbiger starb am 10. Dez. 1989 in Berlin und wurde auf dem Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee beigesetzt.
- Temporal Coverage
- 1989
- 1887
- Identifier
- QGJ.v6.C00073.I01999
- contains
- Umfang des Bestandes: 37 AE; 0,35 lfm
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