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Rep. 76 (M) Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten
- Title
- Rep. 76 (M) Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten
- Description
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die Verordnung über die veränderte Verfassung aller obersten Staatsbehörden vom 27. Okt. 1810 wurde im Innenministerium die Abteilung C für den Kultus und öffentlichen Unterricht gebildet. Aus dieser Abteilung entstand durch Kabinettsordre vom 3. Nov. 1817 das Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten. Die Medizinalangelegenheiten wurden 1911 an das Innenministerium, 1919-1932 an das Volkswohlfahrtsministerium überwiesen. Am 15. Nov. 1918 erhielt das Ministerium die Bezeichnung "Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung".
/ Im Ministerium war die Abteilung III (Evangelisch-geistliche Sachen, Sekten- und Judensachen) zuständig für das Kultus- und Schulwesen der jüdischen Gemeinden. In der Abteilung V (Hochschulwesen und Wissenschaft) sind die Bandreihen über die Anstellung und Besoldung von Professoren, Dozenten und anderen Lehrkräften und Wissenschaftlern enthalten. Die Abteilung VII (Volksschulwesen) enthält Akten auch über jüdische Lehrer, Schulen, Stiftungen, Waisenhäuser und Erziehungsanstalten. In der Abteilung VIII (Medizinalabteilung) sind Akten über jüdische Mediziner und Personalakten jüdischer Ärzte enthalten.
/ Der Bestand enthält u. a. Akten zur Gründung des Bistums Jerusalem. Da dieses Unternehmen auch der Mission unter den Juden galt - erster Bischof des Bistums Jerusalem war Michael Salomon Alexander, ein konvertierter Jude aus Schönlanke in der Provinz Posen -, werden die Akten in diesem Inventar berücksichtigt.
/ In diesem Bestand sind die Akten zusammengefaßt, die von 1949/1950 bis 1993/1994 im Deutschen Zentralarchiv (seit 1976: Zentrales Staatsarchiv) Merseburg lagen.
/ In der Aktengruppe Rep. 76 V - Hochschulwesen und Wissenschaft - sind u. a. auch Unterlagen über ordentliche und außerordentliche Professoren, Privatdozenten und Mitarbeiter der Universitäten und Hochschulen sowie über Mitglieder und Mitarbeiter der Akademien usf. zusammengefaßt. Diese Akten sind nach Namen geordnet und bei Kenntnis der Namen von jüdischen (oder zum Christentum konvertierten) Wissenschaftlern auswertbar. Die chronologisch geordneten Bandreihen dieser Akten werden ohne weitere Hinweise wiedergegeben.
/ Der Teilbestand VIII A - Ältere Medizinalregistratur - enthält 2.355 Akten aus dem Zeitraum 1846-1923. Der Schwerpunkt der Überlieferung umfaßt die Jahre 1860-1914 mit nach Familiennamen geordneten Akten von Ärzten und Apothekern mit Lebensläufen, Studienunterlagen, Approbationen als Arzt/Facharzt, Bewerbungsunterlagen, Ernennungen zu Sanitätsräten u. a. m., Verleihungen von Orden. Auf diese Personalakten wird hier nur verwiesen, sie werden nicht im einzelnen aufgeführt. Weitere Aktengruppen betreffen Krankenanstalten, Medizinalpolizei und Gesundheitswesen im allgemeinen.
/ Der Teilbestand VIII B - Jüngere Medizinalregistratur - enthält zahlreiche Bände über wissenschaftliche Forschungen auf medizinischen Gebieten wie Diphtherie, Tbc, Krebs, Herstellung von Sera u. a. m. aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Darin befinden sich u. a. Berichte, Stellungnahmen, Gutachten usw. zu medizinischen Forschungsergebnissen u. a. von jüdischen Ärzten und Wissenschaftlern. Im folgenden werden nur zwei Aktengruppen zur Tätigkeit von Paul Ehrlich angeführt.
/ Findhilfsmittel: Findbücher, 34 Bde.; Findkartei - Temporal Coverage
- 1935
- 1807
- Identifier
- QGJ.v5.C00051.I01390
- contains
- Umfang des Bestandes: 2350 lfm
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