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Verlag Breitkopf & Härtel, Leipzig
- Title
- Verlag Breitkopf & Härtel, Leipzig
- Description
- 1719 heiratete der Buchdrucker Christoph Breitkopf die Witwe des letzten Besitzers der seit 1542 in Leipzig bestehenden Druckerei Johann Caspar Müller. Schon kurz danach begann er den Ausbau der Schriftgießerei und der Buchhandlung. Die Druckerei zog nun in ein eigenes Haus, den "Goldenen Bären"; der Bär wurde später zum Verlagssignet. - Der Verlag wurde 1725 gegründet. 1785 erschienen bereits 28 Titel. Die Zusammenarbeit z. B. mit Gottsched, einem der bedeutendsten Autoren der Aufklärung, wurde mit der Herausgabe seiner Übersetzung der "Entretiens sur la pluralité des mondes" eröffnet. - Seit dem Ende des 18. Jhs. wurden auch musikalische Werke verlegt. Der wichtigste Schlüssel zum Erfolg des Musikalienverlages war die Erfindung des Notendrucks mit beweglichen Einzeltypen durch den Sohn des Verlagsinhabers, Johann Gottlieb Immanuel Breitkopf, im Jahre 1754. Es wurde nun möglich, die Musikalien in größerer Stückzahl zu einem niedrigeren Preis anzubieten. - Seit 1796 wurde der gesamte Verlag unter dem Namen Breitkopf & Härtel weitergeführt. Besonders G. Ch. Härtel ist der Aufschwung des Musikverlages zu verdanken. 1798 wurde auf seine Initiative die erste musikalische Fachzeitschrift, die "Allgemeine musikalische Zeitung", herausgegeben. Er konnte weitere bedeutende Komponisten gewinnen. 1801 erschien Beethovens erstes Werk, das "Quintett C-Dur, op. 29". Im Jahre 1803 verlegte er die Partitur des "Messias" von Händel. - Nach seinem Tode 1827 führten seine beiden Söhne Hermann und Raymund die Geschäfte weiter. Sie verlegten Kompositionen von Felix Mendelssohn Bartholdy, Franz Liszt, Robert Schumann, Richard Wagner und Johannes Brahms. Das Köchel-Verzeichnis der Kompositionen W. A. Mozarts erschien hier sowie ein Verzeichnis der Werke Beethovens. - 1860 bzw. 1869 übernahmen Wilhelm Volkmann und Oskar von Hase, Neffen von Gottfried Härtel, die Leitung. An der Wende zum 19. Jh. wurden die ersten Filialen in London, Brüssel und New York sowie später in Berlin (1906) eröffnet. - Obwohl das Gebäude des Verlages im Nov. 1943 bei einem Luftangriff auf Leipzig schwer getroffen wurde, konnte ein großer Teil des Archivs gerettet werden, da ca. 640 lfm bereits vorsorglich ausgelagert worden waren. - Im Juni 1945 siedelte Hellmuth von Hase nach Wiesbaden über und eröffnete dort den Verlag neu. Dabei nahm er einen großen Teil bedeutender Autographen mit, welche sich heute zum größten Teil in der Hessischen Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt befinden. 1952 wurde der in Leipzig verbliebene Teil des Verlages verstaatlicht. - Von 1962 bis 1966 gelangte der erste Teil des in Leipzig existierenden Verlagsarchives, 1976 ein zweiter Teil in das Staatsarchiv Leipzig. - Die hier aufgeführten einschlägigen Akten sind vor allem in der Autorenkorrespondenz des Verlages ausgewiesen. - Der Bestand "Verlag Breitkopf & Härtel Leipzig" kann nur nach vorheriger Absprache mit dem Verlag benutzt werden.
- Is Part Of
- Sächsisches Staatsarchiv Leipzig
- Identifier
- QGJ.v4.C00039.I01229
- contains
- Umfang des Bestandes: 236 lfm, (16. Jh.) 1800-1949