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Geheimes Kabinett
- Title
- Geheimes Kabinett
- Description
- Nach seiner Krönung zum polnischen König schuf sich Kurfürst Friedrich August I. für die Erledigung der polnischen und sächsischen Regierungsangelegenheiten eine eigene Kanzlei, die sich zu einer neuen Behörde entwickelte. Durch die Instruktion vom 1. Juni 1706 wurde sie als Geheimes Kabinett zur obersten Landesbehörde erhoben mit voneinander unabhängigen Departements für innere und auswärtige Angelegenheiten sowie des Krieges. Das Geheime Kabinette bestand bis Nov. 1831. - Im Bestand "Judensachen" finden sich auch Akten zu den Regensburger Schutzjuden der Reichserbmarschälle von Pappenheim. Nach der Vertreibung der Juden aus Regensburg 1519 hielten sich jüdische Handelsleute seit 1532 nur noch während der Zeit der Reichstage unter kaiserlichem Schutz in Regensburg auf. Die Organisation der Reichstage lag in den Händen der Reichserzmarschälle, der Kurfürsten von Sachsen, und der Reichserbmarschälle, der Grafen von Pappenheim. Im Augsburger Vertrag vom 5. Nov. (nach altem Kalender 26. Okt.) 1614 wurde bestimmt, daß die Grafen von Pappenheim die Jurisdiktion in Zivil- und Kriminalsachen über die zu den Reichstagen eintreffenden Juden auszuüben hatten. Dies galt aber nicht für Juden, die im Auftrage eines Fürsten reisten. Als seit 1663 der Reichskonvent in Regensburg immerwährend tagte, galten die kaiserlichen Juden als Pappenheimische Schutzjuden, deren Verhältnisse durch die Grafen von Pappenheim 1695 und 1733 in Reglements festgeschrieben wurden. Die sächsischen Kurfürsten wurden als Reichserzmarschälle angerufen, wenn zwischen den Grafen von Pappenheim und dem Stadtrat von Regensburg Differenzen über die Verhältnisse der Schutzjuden entstanden.
- Is Part Of
- Hauptstaatsarchiv Dresden
- Temporal Coverage
- 1962
- 1835
- Identifier
- QGJ.v4.A0185.I01045
- contains
- Umfang des Bestandes: ca. 27.500 AE, etwa 2.500 AE Kriegsverlust (1.030 lfm), Mitte 17. Jh. - 1831
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