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(Abt. 24) Generalakzise- und Zolldepartement
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- (Abt. 24) Generalakzise- und Zolldepartement
- Description
-
Die Verwaltung der 1667 eingeführten Akzise oblag seit 1712 dem Generalkriegskommissariat, das 1723 im Generaldirektorium aufging.
/ Die Akzise, die als Verbrauchssteuer von allen Waren erhoben wurde, entwickelte sich im Verlaufe des 18. Jahrhunderts neben den Domäneneinkünften zur Haupteinnahmequelle des Staates. Die Einkünfte flossen in die Generalkriegskasse, aus der der Unterhalt der Armee bestritten wurde. Nach 1723 wurden die Akzise- und Zollsachen von den vier Provinzialdepartements bearbeitet. Um die Akziseeinnahmen weiter zu erhöhen, nahm Friedrich II. eine Trennung der Akziseverwaltung von der allgemeinen Staatsverwaltung vor. Im Juni 1766 wurde die sogenannte Regie ("Administration générale des accises et péages") mit eigenen Mittel- und Lokalinstanzen eingerichtet. An der Spitze der Regie stand der Franzose de Launey. Nach dem Tode Friedrichs II. ist die Regie unter seinem Nachfolger 1787 aufgehoben worden. An ihre Stelle trat ein "Combiniertes Commercial- wie auch Accise- und Zolldepartement" innerhalb des Generaldirektoriums. In diesem Departement wurden auch Fabrikensachen bearbeitet, die im Zusammenhang mit Akzise- und Zollsachen standen.
/ Die Juden haben durch ihren Binnen- und Außenhandel in erheblichem Maße zur Steigerung der Akzise- und Zolleinnahmen beigetragen. Zusätzliche Einnahmen erwuchsen dem Staat durch die Erteilung von Pässen an in- und ausländische Juden, die diese für ihre Handelsgeschäfte benötigten.
/ Die Quellen betreffen den Binnen- und Außenhandel der Juden, die von ihnen zu zahlenden Abgaben und Zölle, darunter den Leibzoll, sowie den Besuch der Messe in Frankfurt/O. durch jüdische Kaufleute und Händler. Zu erwähnen sind ferner einige Unterlagen über die 1787 eingesetzte Kommission zur Reform der rechtlichen Stellung der Juden und die Vorbereitung des Emanzipationsedikts von 1812.
/ Die Überlieferung des Generalakzise- und Zolldepartements weist ebenfalls Lücken auf. Das gilt besonders für die Zeit der Regie (1766-1787). Die aus dieser Zeit vorhandenen Akten sind vorwiegend in französischer Sprache abgefaßt.
/ Findhilfsmittel: Findbuch, 1 Bd., 2. Hälfte 19. Jahrhundert
/ Siehe auch: Generaldirektorium: Fabrikendepartement, Manufaktur- und Kommerzkollegium - Temporal Coverage
- 1820
- 1539
- Identifier
- QGJ.v2.C00001.I00074
- contains
- Umfang des Bestandes: 66 lfm
- Umfang der Juden betreffenden Akten: 66 Bde., 1730-1820
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