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(Abt. 23) Münzdepartement
- Title
- (Abt. 23) Münzdepartement
- Description
-
Die Münzangelegenheiten wurden bei Errichtung des Generaldirektorium von dessen 4. Departement verwaltet. In der Zeit von 1750 bis 1786 war das Münzwesen einem besonderen Generalmünzdirektor unterstellt. Nach dem Tode Friedrichs II. wurde die Verwaltung des Münzwesens wieder dem Generaldirektorium übertragen und ein spezielles Münzdepartement eingerichtet, dem ein Minister vorstand und das auch für die Bergwerks- und Salzsachen sowie für die Kgl. Porzellanmanufaktur in Berlin zuständig war. Dem Generaldirektorium bzw. dem Generalmünzdirektor unterstanden auch die Münzstätten in Berlin (Hauptmünze) sowie in Aurich, Breslau, Kleve, Königsberg und in Magdeburg.
/ Bereits seit dem Ende des 17. Jahrhunderts waren die Juden zeitweilig zur Belieferung der Münzen mit Silber verpflichtet. Darüber hinaus sind Lieferverträge mit einzelnen "Münzjuden" abgeschlossen worden. Schon unter König Friedrich Wilhelm I. bestanden Überlegungen, die Juden zu regelmäßigen Silberlieferungen anzuhalten, doch erst durch Kabinettsorder vom 3. Juli 1744 an das Generaldirektorium und durch Zirkularerlaß der Behörde vom 14. Juli desselben Jahres an die Kriegs- und Domänenkammern wurden die Pläne in die Tat umgesetzt. Ab 1745 wurden den Judenschaften in den einzelnen Provinzen feste Summen bzw. Mengen für die jährlichen Silberlieferungen vorgegeben. Pläne Friedrichs II. aus dem Jahre 1765, die jährlichen Silberlieferungen von bisher 8.200 Mark auf 30.000 Mark heraufzusetzen, gelangten nicht zur Ausführung. Während des Siebenjährigen Krieges wurden die Münzstätten an die Entrepreneurs Veitel Ephraim & Söhne und Daniel Itzig verpachtet mit dem Ziel, durch Ausprägung unterwertiger Münzen den Krieg zu finanzieren. Im Jahre 1764 wurden die Verpachtung der Münzstätten an die Juden rückgängig gemacht und die unterwertigen Münzen, deren Umlauf zu einer Geld- und Handelskrise geführt hatte, wieder eingezogen.
/ Der Bestand enthält Unterlagen über die Silberlieferungen der Judenschaften und die Verpachtung von Münzstätten an Juden. Die Quellen über die Verpachtung der Münzstätten sind wenig umfangreich, da die Registratur des Generalmünzdirektors Graumann weitgehend verlorengegangen ist.
/ Findhilfsmittel: Findbuch, 1 Bd., 2. Hälfte 19. Jahrhundert
/ Siehe auch: Rep 96 Geheimes Zivilkabinett, Ältere Periode (1713-1788), Nr. 408 D - 409 D, Rep. 163 Tresorakten und -rechnungen - Temporal Coverage
- 1808
- 1622
- Identifier
- QGJ.v2.C00001.I00073
- contains
- Umfang des Bestandes: 8 lfm
- Umfang der Juden betreffenden Akten: 74 Bde., 1718-1806
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