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(Abt. 18) Kleve
- Title
- (Abt. 18) Kleve
- Description
-
Das Herzogtum Kleve wurde bei Begründung des Generaldirektoriums zusammen mit der Grafschaft Mark zunächst vom 4., seit September 1723 vom 3. Departement verwaltet. Ab 1766 gehörte Kleve zusammen mit den Fürstentümern Minden und Halberstadt und den Grafschaften Mark, Ravensberg, Tecklenburg und Lingen zum kombinierten 3. Departement. Durch die Friedensschlüsse von Basel (1795) und Lunéville (1801) wurde der linksrheinische Teil des Herzogtums Kleve an Frankreich abgetreten.
/ Die Zuständigkeit der im Februar 1723 als Mittelbehörde geschaffenen Klevischen Kriegs- und Domänenkammer mit Sitz in Kleve erstreckte sich auch auf die Grafschaft Mark sowie bis zum Herbst desselben Jahres auf das Fürstentum Moers. Im April 1767 wurde für die Verwaltung der Grafschaft Mark eine Kammerdeputation in Hamm errichtet, die bis zu ihrer Umwandlung in eine Kriegs- und Domänenkammer im Jahre 1787 der Kammer in Kleve unterstand.
/ Durch die Friedensschlüsse von Basel (1795) und Lunéville (1801) verlor Preußen den linksrheinischen Teil des Herzogtums Kleve und die Grafschaft Moers. Der Sitz der Klevischen Kriegs- und Domänenkammer wurde nach Wesel verlegt.
/ Die Preußen im Reichsdeputationshauptschluß von 1803 zugesprochenen Gebiete machten eine Neuorganisation der Verwaltung für die rheinisch-westfälischen Territorien erforderlich. Im Dezember 1803 wurde die Klevische Kriegs- und Domänenkammer in Wesel aufgehoben und die Zuständigkeit der 1787 errichteten Märkischen Kriegs- und Domänenkammer in Hamm auf den rechtsrheinischen Teil des Herzogtums Kleve ausgedehnt.
/ Aufgrund der im vorigen Jahrhundert am Bestand durchgeführten Kassationen, denen vor allem "Spezialia" wie die Erteilung von Schutzbriefen, Heiratskonzessionen und Konzessionen zum Handel sowie die Ansetzung der 1. und 2. Kinder zum Opfer gefallen sind, ist die Anzahl der überlieferten Akten gering. Hervorzuheben sind Unterlagen über die Abgaben der Juden, Generalverordnungen und Tabellen der klevischen Judenschaft.
/ Aufgrund der verwaltungsmäßigen Verbindung der Grafschaft Mark mit dem Herzogtum Kleve befinden sich im Bestand auch Unterlagen über die märkischen Juden. Hinzuweisen ist auch auf Quellen über Juden im Fürstentum Moers.
/ Findhilfsmittel: Findbuch, 1 Bd., Ende 19. Jahrhundert, mit Ergänzungen nach 1918
/ Siehe auch: Rep. 34 Kleve Mark und Ravensberg, Rep. 21 Kurmärkische Städte, Ämter und Kreise, Nr. 203 Fasz. 20 u. 24, Nr. 203 c Fasz. 5, Rep. 104 Generalfiskalat - Temporal Coverage
- 1808
- 1540
- Identifier
- QGJ.v2.C00001.I00069
- contains
- Umfang des Bestandes: 77 lfm
- Umfang der Juden betreffenden Akten: 44 Bde., 1705-1802
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