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(Abt. 7) Ostpreußen und Litauen
- Title
- (Abt. 7) Ostpreußen und Litauen
- Description
-
Bei Errichtung des Generaldirektoriums wurde Ostpreußen zusammen mit Pommern und der Neumark vom 1. Departement verwaltet. Von 1769 bis 1782 bestand ein besonderes Ostpreußisches Departement. Im Jahre 1782 wurde ihm auch die Verwaltung von Westpreußen, ab 1796 auch die von Neuostpreußen übertragen. Das im Gefolge der ersten Teilung Polens im Jahre 1772 an Preußen gelangte Ermland wurde der Provinz Ostpreußen zugeschlagen, im Gegenzug gelangten die bisher preußischen Ämter Marienwerder und Riesenburg an die neugeschaffene Provinz Westpreußen. Der nördliche Teil Ostpreußens (Kammerbezirk Gumbinnen) wurde als Litauen bezeichnet.
/ Dem Generaldirektorium waren als Mittelbehörden die Ostpreußische Kriegs- und Domänenkammer in Königsberg und die Kammerdeputation in Gumbinnen unterstellt, die 1736 in eine Kriegs- und Domänenkammer umgewandelt wurde.
/ Obwohl die Anzahl der in Ostpreußen vergleiteten jüdischen Familien aufgrund des Widerstandes der Stände gegen deren Ansetzung vergleichsweise gering war, befinden sich in diesem Bestand zahlreiche Quellen über Juden. Das ist darauf zurückzuführen, daß Ostpreußen der Umschlagplatz für den Osthandel mit Polen, Rußland und Kurland war, der weitgehend in den Händen von Juden lag. Zum anderen sind an diesem Bestand, wie sein Gesamtumfang beweist, im vorigen Jahrhundert nur geringfügige Kassationen vorgenommen worden.
/ Der Bestand enthält eine Vielzahl von Akten über einzelne jüdische Familien, namentlich in Königsberg, ferner Konzessionen zur Ansetzung der 1. und 2. Kinder, zur Ausübung von Berufen, zum Handel und zum Erwerb von Häusern und Grundstücken. Hingewiesen sei auch auf Unterlagen über die hebräische Druckerei und Buchhandlung in Königsberg, auf
/ Angelegenheiten des Kultus, auf die zu leistenden Abgaben sowie auf die jährlichen Judentabellen aus der Zeit von 1743 bis 1806. Zu erwähnen ist auch eine größere Zahl von Akten über jüdische Kaufleute und Händler aus Polen und Rußland.
/ Bei der Neubearbeitung der Abteilungen III: Ämter, und IV: Städte in den Jahren 1960 bis 1963 (Diese Abteilungen waren bis zur Neubearbeitung durch unübersichtliche Behördenfindbücher erschlossen) sind die Akten innerhalb der Abteilungen laufend durchnumeriert worden. Dasselbe geschah mit den Abteilungen I: Bestallungen, und II: Materien, ohne daß hier eine Neuerschließung vorgenommen wurde. Die in der Literatur vor 1945 anzutreffenden Signaturen aus diesem Bestand sind daher nicht mehr gültig, doch können die Akten anhand der in den Findbüchern vermerkten alten Signaturen ermittelt werden.
/ Findhilfsmittel: Zu Abt. I und II: Findbücher, 3 Bde., Ende 19. Jahrhundert, zu Abt. III und IV: Findbücher, 10 Bde., 1966
/ Siehe auch: Rep. 7 Ostpreußen, Rep. 21 Kurmärkische Städte, Ämter und Kreise Nr. 203 c Fasz. 3, Rep. 92 Nachlaß Alexander Burggraf und Graf zu Dohna-Schlobitten, Rep. 104 Generalfiskalat - Temporal Coverage
- 1814
- 1644
- Identifier
- QGJ.v2.C00001.I00058
- contains
- Umfang des Bestandes: 323 lfm
- Umfang der Juden betreffenden Akten: 469 Bde., 1710-1806
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