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Rep. 68 (M) Ostfriesland
- Title
- Rep. 68 (M) Ostfriesland
- Description
-
Nach dem Tode des letzten Fürsten aus dem Hause Cirksena Karl Edzard im Jahre 1744 gelangte das Fürstentum aufgrund einer von Kaiser Leopold I. dem brandenburgischen Kurfürsten Friedrich III. 1692 erteilten Anwartschaft und einer zwischen Preußen und der Stadt Emden am 14. März 1744 abgeschlossenen geheimen Konvention an Preußen.
/ In Ostfriesland hatten sich seit Mitte des 16. Jahrhunderts zahlreiche Juden niedergelassen, deren rechtliche Stellung sich stark von der in den altpreußischen Provinzen unterschied. Neben den Fürsten übten auch die Stadt Emden und die Besitzer der adligen Herrlichkeiten das Geleitsrecht aus. Das 1750 erlassene Generalprivileg und Reglement für die preußischen Juden galt ausdrücklich nicht für Ostfriesland, doch wurde in der Folgezeit eine ganze Reihe von Bestimmungen des Reglements auch auf die ostfriesischen Juden angewandt.
/ Da Ostfriesland an Preußen gelangte, als die Bearbeitung der Judensachen bereits weitestgehend in den Händen des Generaldirektoriums und der ihnen unterstellten Kriegs- und Domänenkammern lag, ist der Umfang der Quellen über Juden in Rep. 68 im Vergleich zur Abteilung Ostfriesland des Bestandes Generaldirektorium gering. Die in Rep. 68 vorhandene Überlieferung enthält Schriftwechsel des Justizdepartements mit dem Generaldirektorium und der Regierung in Aurich in bezug auf die Juden. Hervorzuheben sind ein Verzeichnis der Schutzjuden in Ostfriesland von 1638 bis 1641 und von 1649 bis1658, eine Abschrift des Generalgeleitsbriefs des Fürsten Karl Edzard vom 27. März 1736 für die Juden in den ostfriesischen Städten und Flecken sowie in den Ämtern mit Ausnahme von Emden, ferner Unterlagen über die Wiederbesetzung der Stelle des verstorbenen Landesrabbiners Abraham Beer in den Jahren 1777/78. Erwähnt seien ferner ein Vorschlag des Oberlandesrabbiners Isaac Beer in Aurich aus dem Jahre 1792 zur Sammlung, Prüfung und Kodifizierung der jüdischen Ritualgesetze sowie Unterlagen über die Münztumulte in Emden in den Jahren 1761 und 1762 und die Bestrafung von Beteiligten.
/ Findhilfsmittel: Findbuch, 1 Bd., sog. Stichwortrepertorium, 2. Hälfte 18. Jahrhundert
/ Siehe auch: Rep. 11 Auswärtige Beziehungen, Nr. 193 Ostfriesland, Rep. 104 Generalfiskalat, Generaldirektorium Ostfriesland - Temporal Coverage
- 1807
- 1741
- Identifier
- QGJ.v2.C00000.I00052
- contains
- Umfang des Bestandes: 6 lfm
- Umfang der Juden betreffenden Akten: 16 Pakete, 1741-1806
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