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Rep. 65 (M) Marine und Afrikanische Kompaniesachen
- Title
- Rep. 65 (M) Marine und Afrikanische Kompaniesachen
- Description
-
Kurfürst Friedrich Wilhelm betrieb seit den sechziger Jahren des 17. Jahrhunderts mit Hilfe des Niederländers Benjamin Raule, der 1677 zum Oberdirektor für Marinesachen ernannt wurde, den Aufbau einer Hochseeflotte, um sich am Fernhandel zur See zu beteiligen. Im Jahre 1682 wurde die Afrikanische Kompanie gegründet, deren Sitz zwei Jahre später aufgrund eines Vertrages mit den ostfriesischen Ständen in die Hafenstadt Emden verlegt wurde. Die mit Hilfe privaten Kapitals errichtete Kompanie hatte das Ziel, an der afrikanischen Goldküste in Guinea einen befestigten Handelsstützpunkt zu errichten und an der kolonialen Ausbeutung Afrikas, vor allem durch den Sklavenhandel und den Handel mit Gold und Kautschuk, teilzuhaben.
/ Der Ausbau der Flotte und die Kolonialpolitik wurden von den Nachfolgern des Großen Kurfürsten nicht fortgeführt. König Friedrich Wilhelm I. bemühte sich seit 1713 um den Verkauf der Kompanie, der 1721 bzw. 1725 gelang.
/ Die Repositur enthält Unterlagen des Geheimen Rates über Marinesachen und dessen Korrespondenz mit den Bewindhabern und Präsidenten der Afrikanischen Kompanie in Emden. Nach deren Verkauf bzw. Auflösung ist auch Schriftgut der Kompanie im Bestand untergebracht worden.
/ Die im Bestand über Juden vorhandenen Akten betreffen vor allem die Rückzahlung des von den Emder Juden Levi und Jonas Goldschmidt in die Afrikanische Kompanie eingebrachten Kapitals.
/ Findhilfsmittel: Findbuch, 1 Bd., 1886-1891 - Temporal Coverage
- 1731
- 1665
- Identifier
- QGJ.v2.C00000.I00051
- contains
- Umfang des Bestandes: 6 lfm
- Umfang der Juden betreffenden Akten: 5 Bde., 1698-1725
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