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Rep. 33 (M) Fürstentum Halberstadt
- Title
- Rep. 33 (M) Fürstentum Halberstadt
- Description
-
Das 1541 säkularisierte Bistum Halberstadt gelangte durch die Bestimmungen des Westfälischen Friedens von 1648 an Brandenburg. Zu dem Fürstentum gehörten auch die Grafschaften Hohnstein und Regenstein sowie die Herrschaft Derenburg.
/ Der Bestand enthält Akten des Geheimen Rates und des Justiz- und geistlichen Departements über die Verwaltung der Provinz. Als Mittelbehörde fungierte die Regierung in Halberstadt. Die Grafschaft Hohnstein besaß eine eigene Regierung, die 1714 mit der in Halberstadt vereinigt wurde.
/ Da die Juden im Bistum von Verfolgungen und Ausweisungen weitgehend verschont geblieben waren, konnte sich hier seit dem 13. Jahrhundert eine zahlenmäßig starke jüdische Gemeinde entwickeln, die im 17. und in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts ihre Blütezeit erlebte. Besondere Verdienste um die Judenschaft erwarb sich der vermögende kgl. polnische Resident beim Niedersächsischen Kreis und Halberstädter Schutzjude Berend Lehmann.
/ Die zahlenmäßig relativ starke Judenschaft und die Rolle Halberstadts als eines der geistigen Zentren des deutschen Judentums spiegeln sich im Umfang und Inhalt der Akten wieder. Die wichtigsten Quellen über die Juden befinden sich in den Konvoluten Nr. 120 und 120 b-c. Sie enthalten vor allem die Bestätigungen des Generalgeleitsbriefs, die Erteilung von Schutzbriefen, Konzessionen und Pässen, Unterlagen über die zu zahlenden Schutzgelder und andere Abgaben und den Erwerb von Häusern bzw. die Versagung des Kaufs. Hervorzuheben sind Quellen über das von Berend Lehmann in Halberstadt eingerichtete "Studierhaus" sowie über den Bau von Synagogen und Schulen, die Zerstörung der Halberstädter Synagoge im Jahre 1669 und die Anlage bzw. Vergrößerung des dortigen Friedhofs in den Jahren von 1670 bis 1726. Erwähnenswert sind auch die Bemühungen aus dem Jahre 1741 um die Einrichtung einer hebräischen Buchdruckerei in Halberstadt. Hingewiesen sei ferner auf Judentabellen aus den Jahren 1669, 1710, 1713, 1731/34 sowie 1740. In Nr. 120 a befinden sich Schuldforderungen von Berend Lehmann und den preußischen Hof- und Kriegsfaktoren Moses und Elias Gumperts an die mecklenburgische Ritterschaft sowie Forderungen der beiden Faktoren an Berend Lehmann und dessen Konkurs. Konvolut Nr. 136 Bergwerks- und Münzsachen enthält u. a. einige Unterlagen über Silberlieferungen der Halberstädter Judenschaft, die durch Vorgänge in Nr. 120 b Paket 3 (1713-1727) ergänzt werden.
/ Je ein Aktenpaket der Nummern 120 und 120 b Judensachen mit Unterlagen aus der Zeit von 1713 bis 1739 bzw. von 1698 bis 1712 ist durch Krieg und Auslagerung in Verlust geraten.
/ Findhilfsmittel: Stichwortrepertorium, 1 Bd., 18. Jahrhundert
/ Siehe auch: Rep. 21 Kurmärkische Städte, Ämter und Kreise, Nr. 203; Rep. 104 Generalfiskalat; Generaldirektorium Halberstadt - Temporal Coverage
- 1808
- 1483
- Identifier
- QGJ.v2.C00000.I00029
- contains
- Umfang des Bestandes: 85 lfm
- Umfang der Juden betreffenden Akten: 7 Faszikel bzw. Bde. und 94 Pakete, 1649-1807
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