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Rep. 7 (M) Preußen
- Title
- Rep. 7 (M) Preußen
- Description
-
Im Jahre 1525 wurde das Ordensland Preußen unter seinem letzten Hochmeister Albrecht von Brandenburg-Ansbach in ein weltliches Herzogtum unter polnischer Lehnshoheit umgewandelt, die erst 1657/60 aufgehoben wurde. 1618/19 wurde das Herzogtum mit Brandenburg in Personalunion verbunden. Im Jahre 1701 ließ sich Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg in Königsberg zum König in Preußen krönen. Damit ging der Name des Herzogtums auf die brandenburgischen Gesamtlande über. Das Fürstbistum Ermland, das sich vom Frischen Haff bis zu den masurischen Seen erstreckte, gelangte erst durch die erste Teilung Polens im Jahre 1772 an Preußen und wurde der Provinz zugeschlagen.
/ Der Bestand enthält die Akten des Geheimen Rates über die Verwaltung der Provinz. Ihm als Mittelbehörde unterstellt war die Regierung in Königsberg, die seit 1781 die Bezeichnung Etatministerium führte (Dessen schriftliche Überlieferung befindet sich im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, XX. HA. Staatsarchiv Königsberg, Etatsministerium Königsberg (EM). Vgl. Kurt Forstreuter, Das Preußische Staatsarchiv Königsberg, Göttingen 1955 (=Veröffentlichungen der Niedersächsischen Archivverwaltung, Heft 3), S. 34-43 und 103-104). Es wurde noch vor den Stein-Hardenbergschen Reformen durch das "Reglement über die Verteilung der Geschäfte zwischen den Landeskollegien in Ostpreußen und Litauen" vom 21. Juni 1804 aufgehoben.
/ Obwohl die ostpreußischen Stände sich der Aufnahme von Juden widersetzten, hat Kurfürst Friedrich Wilhelm einzelnen Juden Schutzbriefe und Konzessionen erteilt, u. a. dem niederländischen Juden Moses Jacobson de Jonge und seiner Familie in Memel, so daß die Quellen über die Juden in Ostpreußen bereits Mitte des 17. Jahrhunderts einsetzen. Die im Bestand über Juden vorhandenen Akten sind vergleichsweise zahlreich, da Ostpreußen Umschlagplatz für den Handel mit Rußland, Polen und Kurland war, in dem Juden eine wichtige Rolle spielten. Die Masse der Judaica befindet sich im Konvolut Nr. 106 Königsberg, i: Juden, das jedoch nicht nur Unterlagen über die dortigen Juden, sondern auch über die in der gesamten Provinz sowie über polnische Juden enthält. Die erfaßten Akten betreffen inhaltlich die Erteilung von Schutzbriefen und Konzessionen, die Ausweisung von Juden, deren Handel und Abgaben sowie die Untersuchung der Judenschaft in Ostpreußen während der Regierungszeit König Friedrich Wilhelms I. Hinzuweisen ist ferner auf einige Unterlagen über den Königsberger Juwelier und Hofjuden Bendix Jeremias aus den Jahren 1710 bis 1721. In dem obengenannten Konvolut befinden sich auch zwei Tabellen der Juden in Königsberg aus den Jahren 1705 und 1711. Nur wenige Vorgänge betreffen den Kultus, wie die Einrichtung und den Bau von privaten und öffentlichen Synagogen und Schulen, die Anlage von Friedhöfen und Angelegenheiten der Rabbiner und Lehrer. Zahlreich sind die Quellen über Schuld- und Wechselforderungen sowie über Vergehen von Juden und deren Bestrafung. Im Konvolut Nr. 59 Danzig befinden sich Unterlagen über die Juden in den Danziger Vorstädten Altschottland, Hoppenbruch, Langfuhr und Weinberg sowie über den Handel der Juden in Danzig.
/ Findhilfsmittel: Stichwortrepertorium, 1 Bd., 18. Jahrhundert
/ Siehe auch: Rep. 7 B Westpreußen, Rep. 21 Kurmärkische Städte, Ämter und Kreise, Nr. 203 c Fasz. 3, Rep. 104 Generalfiskalat, Generaldirektorium Ostpreußen. - Temporal Coverage
- 1813
- 1558
- Identifier
- QGJ.v2.C00000.I00013
- contains
- Umfang des Bestandes: 171 lfm
- Umfang der Juden betreffenden Akten: 113 Faszikel und 93 Pakete, 1655-1808
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