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Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum Archiv
- Title
- Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum Archiv
- Description
- Die Stiftung "Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum" wurde im Juli 1988 gegründet mit der Zielstellung, einen Teil der Neuen Synagoge in Berlin als "Centrum Judaicum" wiederaufzubauen. Seit der Fertigstellung des Baus und Eröffnung des Hauses im Mai 1995 werden hier eine ständige sowie wechselnde Ausstellungen zur Geschichte, aber auch zum aktuellen jüdischen Leben gezeigt und Dokumente und Objekte zur Geschichte der Juden in Berlin und ganz Deutschland gesammelt, aufgearbeitet und präsentiert bzw. publiziert.|Das Archiv der Stiftung "Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum" wird seit 1990 aufgebaut und enthält Archivalien und Sammlungsgut jüdischer Gemeinden, Verbände, Organisationen und Privatpersonen. Das Archiv wurde in dieser Form neu gebildet und wird hier erstmals einem breiten Personenkreis vorgestellt. Auch in Zukunft werden weitere Bestände und Dokumente übernommen und bearbeitet werden.|Im Gegensatz zu staatlichen und kommunalen Archiven gibt es keine festgelegte Zuständigkeit für jüdisches Archivgut, jedoch enthält unser Archiv durchgängig Judaica-Betreffe aus dem gesamten ehemaligen Deutschen Reich (vor 1945), danach mit einem Schwerpunkt auf Berlin und den neuen Bundesländern.|In seinen Sammelschwerpunkten lehnt sich das Archiv an das frühere Gesamtarchiv der deutschen Juden an, dessen in Deutschland überkommene Bestände hier verwahrt werden. Daher stellt dieser Band als einziger in dieser Reihe kein Spezialinventar dar, sondern eine Übersicht über die zum gegenwärtigen Zeitpunkt vorhandenen Bestände mit teilweise vollständigem Findbuch.|Insgesamt umfaßt das Archiv des Centrum Judaicum gegenwärtig rund 400 laufende Meter Archiv- und Sammlungsgut, rund 2.500 Mikrofilme sowie über 10.300 Mikrofiches. (Fotos werden in einer gesonderten Sammlung verwahrt.) Die Aufführung der Bestände in diesem Verzeichnis erfolgt entsprechend der Tektonik des Archivs.|Die Aktentitel wurden, sofern vorhanden, aus den bestehenden Findhilfsmitteln übernommen, allerdings war bei einem großen Teil der Bestände, so bei allen Akten aus dem Gesamtarchiv der deutschen Juden, eine Autopsie und Überprüfung der Titel erforderlich. Zahlreiche Akten wurden für diese Übersicht erstmals oder neu verzeichnet, andere intensiv erschlossen.|Einzelne Bestände oder Bestandsteile werden nur zusammenfassend beschrieben, etwa Gruppen von Einzelfallakten. Teilweise bestehen zur Wahrung des Personendatenschutzes oder aufgrund des Erhaltungs- oder Erschließungszustandes Benutzungsbeschränkungen. Dies wird meist bei den betreffenden Beständen vermerkt.|Den Kern des Archivs stellen die Bestände aus dem ehemaligen Gesamtarchiv der deutschen Juden dar, die 1996 wieder an ihren alten Lagerungsort in der Oranienburger Straße zurückkehrten (Akten und Dokumente jüdischer Gemeinden, Gemeindeverbände, Organisationen, Nachlässe, Sammlungsgut). Die Durchsicht dieser Bestände konnte daher erst 1996 beginnen, gleichzeitig fanden Verfilmungs- und Restaurierungsarbeiten statt. Es handelt sich um rund 230 laufende Meter Archivmaterial überwiegend aus dem Zeitraum 18. Jahrhundert bis 1945. Darüber hinaus erwähnenswert sind Bestände der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, der Synagogengemeinde Halle/Saale und des Verbandes der jüdischen Gemeinden in der DDR.|Zusammen mit den in den staatlichen Archiven überliefert Quellen, die die Beziehungen der jüdischen Gemeinschaft zu der sie umgebenden Gesellschaft widerspiegeln, enthält das Archiv unverzichtbare Quellen für die Erforschung der Geschichte jüdischer Gemeinden bzw. der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland und flankierender Sachthemen (z.B. Geschichte des Rabbinats, Religionsunterricht und Schulwesen, Synagogenbau, Wohlfahrtspflege und Vereinswesen) seit dem 18. Jahrhundert bis heute.|Rein genealogische Quellen sind nur wenige überliefert, jedoch kann das Archiv auch für den Familienforscher von Interesse sein, der nicht nur nach Namen und Daten seiner Vorfahren forscht, sondern auch Informationen über ihren historischen Hintergrund sucht.|Leider sind zahlreiche Quellen zur Geschichte der Juden in Deutschland verlorengegangen, das gilt für die meisten älteren Urkunden und Dokumente aus der Zeit vor 1800, deren Fehlen bereits bei Gründung des Gesamtarchivs zu Beginn des 20. Jahrhunderts bedauert wurde, ebenso wie für die Verluste durch die nationalsozialistische Verfolgung und infolge des Zweiten Weltkrieges. Als verschollen müssen etwa die meisten jüdischen Personenstandsregister (Geburts-, Heirats- und Sterberegister, Mohelbücher [Beschneidungsbücher] usw.), zahlreiche Memorbücher [Gedenkbücher] und ein großer Teil der Akten der Jüdischen Gemeinde zu Berlin sowie Akten weiterer jüdischer Gemeinden gelten.|Verweisen möchten wir hier noch auf einige andere wichtige Archive mit Quellen zur Geschichte der Juden in Deutschland:|- Central Archives for the History of the Jewish People, P.O.B. 1149, Jerusalem 91010, Israel (email: archives@vms.huji.ac.il): Hier werden weitere Teilbestände des historischen Gesamtarchivs der deutschen Juden sowie weitere Akten jüdischer Gemeinden und Organisationen aus der ganzen Welt verwahrt.|- Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland, Bienenstr. 5, 69117 Heidelberg (email: Zentralarchiv@urz.uni-heidelberg.de): Das Archiv sammelt Schriftgut jüdischer Gemeinden, Verbände, Organisationen und Personen aus der Zeit nach 1945. Daneben werden dort Grabinschriften jüdischer Friedhöfe (v.a. in Baden-Württemberg und Niedersachsen) dokumentiert und Mitteilungsblätter jüdischer Gemeinden, Organisationen und Vereine gesammelt.|- Leo Baeck Institute, 15 West 16th St., New York, N.Y. 10011, USA (email: lbi1@lbi.com): Das Archiv des Leo-Baeck-Institut enthält neben Archivalien jüdischer Gemeinden und Organisationen, darunter einigen Dokumenten aus dem ehemaligen Gesamtarchiv der deutschen Juden, vor allem eine umfangreiche Sammlung von Dokumenten privater Spender zur Geschichte der Juden in Deutschland und eine bedeutende Memoirensammlung.|- Zentrum zur Aufbewahrung historisch-dokumentarischer Sammlungen, Vyborgskaja ul. 3, 125212 Moskau, Russische Föderation: Das Archiv umfaßt Bestände, die ursprünglich vom nationalsozialistischen Reichssicherheitshauptamt beschlagnahmt wurden und nach 1945 von der Roten Armee als Beutegut nach Moskau gebracht wurden, darunter auch zahlreiche Quellen jüdischer Provenienz (vor allem Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens) (Götz Aly / Susanne Heim, Das Zentrale Staatsarchiv in Moskau ("Sonderarchiv"). Rekonstruktion und Bestandsverzeichnis verschollen geglaubten Schriftguts aus der NS-Zeit, Düsseldorf 1992 (Hans-Böckler-Stiftung))|- Jüdisches Historisches Institut (ydowski Instytut Historyczny, ul. T(omackie 3/5, PL-00-090 Warszawa, Polen (email: zihinb@ikp.atm.com.pl): Das Archiv verwahrt unter anderem große Teile des Archivs der Synagogengemeinde Breslau und Dokumente anderer jüdischer Gemeinden aus Schlesien, aus Posen sowie einzelne Akten der Jüdischen Gemeinde zu Berlin aus der Zeit vor 1945. Letztere liegen verfilmt im Landesarchiv Berlin vor (Vgl. Bd. 3 der vorliegenden Reihe Quellen zur Geschichte der Juden in den Archiven der neuen Bundesländer, München 1999).|Jüdische Personenstandsregister - überwiegend aus dem frühen 19. Jahrhundert bis zur Einführung der Standesämter - befinden sich in verfilmter Form u.a. im Bundesarchiv in Berlin-Lichterfelde, Finckensteinallee 63, 12205 Berlin sowie im Jüdischen Museum Frankfurt am Main, Untermainkai 14/15, 60311 Frankfurt am Main (für die früheren deutschen Ostgebiete und die neuen Bundesländer / frühere DDR) und in den jeweils zuständigen Staatsarchiven (für die alten Bundesländer). Daneben gibt es solche Filme auch in der Deutschen Zentralstelle für Genealogie, Schongauerstr. 1, 04329 Leipzig.|Die Bearbeitung dieses Bandes, d.h. Überprüfung der Akten und Überarbeitung der Verzeichnung sowie deren Vereinheitlichung und Erstellung der Texte, erfolgte überwiegend durch Barbara Welker; darüber hinaus haben weitere Mitarbeiter dazu beigetragen: Bettina Fischer, Andreas Grape, Gesa Heinrich, Katrin Paetsch und Diana Schulle waren beteiligt an der Überprüfung der Verzeichnung bzw. teilweisen Neuverzeichnung aller Akten sowie Intensiverschließung einzelner Akten mit Enthält-Vermerken aus dem Gesamtarchiv der deutschen Juden; Bernd Braun half bei der Neuverzeichnung und Ordnung der Bestandsgruppe 75 E (Sammlungen des Gesamtarchivs), Dagmar Giesecke hat den überwiegenden Teil der Akten der Synagogengemeinde Halle neu verzeichnet, und Sabine Hank hat die Bestandsgruppe 6 (Nachlässe und Personenfonds) bearbeitet. Die Durchsicht und Verzeichnung der Hebraica erfolgte größtenteils durch Miriam Goldmann. Darüber hinaus danken wir folgenden Praktikanten, die an einzelnen Recherchen und Überprüfungen beteiligt waren: Harald Höllner, ganz besonders Stephen Naron, Marcus Nehren und Michael Schäbitz.|Eine Benutzung des Archivs ist durch schriftliche Anfrage oder persönliche Benutzung möglich. Die Benutzung ist gebührenpflichtig, Ausnahmen regelt die Benutzungsordnung. Die Bestellung von Reproduktionen ist begrenzt möglich (keine vollständigen Akten oder ganze Bestände). Für die Benutzung verfilmter Bestände stehen Readerprinter zur Verfügung.|Hermann Simon, Direktor der Stiftung "Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum"|Barbara Welker, Wiss. Archivarin
- Spatial Coverage
-
Stiftung "Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum", Archiv
Oranienburger Str. 28-30
10117 Berlin
Tel.: 030-88028-425 bzw. -426
Fax: 030-88028-405
email: archiv@cjudaicum.de - Identifier
- QGJ.v6.A0001
- volume
- v6
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