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Sächsisches Staatsarchiv Leipzig
- Title
- Sächsisches Staatsarchiv Leipzig
- Description
- Der sächsische Staat unterhielt seit 1834 in Dresden sein Hauptstaatsarchiv, in dem er die gesamte archivalische Überlieferung staatlicher Gerichte und Behörden konzentrierte, so daß dieses Archiv noch heute aufgrund der hier verwahrten Überlieferung das umfangreichste und bedeutendste sächsische Archiv bildet. Erst einhundert Jahre später gestaltete man die sächsische Archivorganisation - preußischen und bayerischen Vorbildern folgend - weiter aus. Auch in Sachsen sollte dem Prinzip entsprochen werden, Archivgut möglichst dort aufzubewahren, wo es entstanden ist. In der Folgezeit wurden neben dem zentralen nun regionale staatliche Archive eingerichtet, die zunächst Außenstellen des Dresdner Hauptstaatsarchivs bildeten. So entstand beispielsweise 1933 das Staatliche Zweigarchiv für die Oberlausitz in Bautzen, und am 2. Januar 1954 nahm das Staatsarchiv Leipzig, das für den nordwestsächsischen Raum zuständig werden sollte, seine Tätigkeit auf. Im Zeitraum von 1954 bis 1965 war es dem Sächsischen Landeshauptarchiv in Dresden organisatorisch, fachlich und personell als Außenstelle angegliedert. Erst danach konnte es seine Eigenständigkeit als Staatsarchiv im Rahmen der zentralistisch organisierten und geleiteten staatlichen Archivverwaltung der DDR erwerben. Die Archivverordnung aus dem Jahre 1965 bildete dafür den Ausgangspunkt.|Zu Beginn seines Bestehens vor über 40 Jahren war das Staatsarchiv Leipzig für die Aufnahme von Archivgut aufgelöster staatlicher Verwaltungs- und Justizbehörden aus der Zeit vom 16. Jh. bis 1945 sowie von durch die Bodenreform enteigneten Adelsarchiven der Leipziger Region vorgesehen. Zu diesem Grundstock an historischer Quellendokumentation sollten künftig Unterlagen des Rates des Bezirkes Leipzig gelangen. Darüber hinaus fand Schriftgut enteigneter privater Betriebe und von Einrichtungen der damaligen volkseigenen Wirtschaft aus der gesamten DDR Verwahrung, denn ursprünglich sollte ein zentrales Wirtschaftsarchiv für die gesamte DDR an das staatliche Archiv in Leipzig gebunden werden. Dieser Dualismus zwischen staatlichem Archiv einerseits und zentralem Wirtschaftsarchiv andererseits ist für die Anfangsphase typisch. Er wurde erst im Jahre 1957 zugunsten des Staatsarchivs aufgegeben. Dennoch bildet bis in die Gegenwart hinein die aus dem Industriestandort Leipzig resultierende umfangreiche Überlieferung an Wirtschaftsschriftgut einen Schwerpunkt der Überlieferung. Ergänzend sei ferner genannt, daß Nachlässe und Sammlungen, seit jüngster Zeit auch die Archive der SED-Bezirksparteileitung Leipzig sowie von anderen Parteien und Massenorganisationen in der DDR verwahrt werden.|Das Archivgesetz für den Freistaat Sachsen vom 17. Mai 1993 regelt heute Aufgaben, Rechte und Pflichten des Archivwesens. Das Sächsische Staatsarchiv in Leipzig erhielt damit - wie alle anderen sächsischen Archive auch - für seine Tätigkeit eine Rechtsgrundlage. Die in vergangenen Jahrhunderten, aber auch in DDR-Zeit entstandenen Unterlagen stellen wichtiges schriftliches Quellenmaterial und zu schützendes Kulturgut des Freistaates dar. Was in der Vergangenheit Gerichte, staatliche Behörden, Verlage, Betriebe, Parteien und Organisationen während ihrer Tätigkeit an Schriftgut "produzierten", steht heute sowohl den neuen Verwaltungsbehörden, der wissenschaftlichen Forschung aller Bereiche als auch interessierten Bürgern für private Anliegen zur Einsichtnahme zur Verfügung.|Einen Teil der Unterlagen bildet die Judaica-Überlieferung, die im folgenden ausgewiesen wird. Alle profilbestimmenden Archivgutbestände sind in den Jahren 1990 - 1993 durchgesehen worden, um dieses Spezialinventar erarbeiten zu können, das in komprimierter Form das Schicksal jüdischer Mitbürger deutlich werden läßt, die mit der politischen und sozialen Entwicklung, der Wirtschaft, dem Verlagswesen, der Kultur in der Region um Leipzig eng verbunden waren bzw. die hier gelebt haben.|Ingrid Grohmann (Archivleiterin), Dr. Volker Jäger (Abteilungsleiter)
- Spatial Coverage
-
Schongauer Str. 1
04329 Leipzig
Telefon 0341/2555500
Telefax 0341/2555555 - Identifier
- QGJ.v4.A0239
- volume
- v4
- Item sets
- Archives
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