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v2:: 5682:: II. HA (Abt. 22) Tit. XXXIV Nr. 2
- QGJ #
- 5682
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5682 Tit. XXXIV Nr. 2
Erneuertes und geschärftes Edikt wegen der
überhandnehmenden Betteljuden vom 12. Dez.
1780 (Druck) und dessen Durchsetzung im
Oberquartier Geldern
1780-1781
(Abt. 23) Münzdepartement
Die Münzangelegenheiten wurden bei Errichtung
des Generaldirektorium von dessen 4. Departement verwaltet. In der Zeit von 1750 bis 1786 war
das Münzwesen einem besonderen Generalmünzdirektor unterstellt. Nach dem Tode Friedrichs II. wurde die Verwaltung des Münzwesens
wieder dem Generaldirektorium übertragen und
ein spezielles Münzdepartement eingerichtet,
dem ein Minister vorstand und das auch für die
Bergwerks- und Salzsachen sowie für die Kgl.
Porzellanmanufaktur in Berlin zuständig war.
Dem Generaldirektorium bzw. dem Generalmünzdirektor unterstanden auch die Münzstätten in Berlin (Hauptmünze) sowie in Aurich,
Breslau, Kleve, Königsberg und in Magdeburg.
Bereits seit dem Ende des 17. Jahrhunderts waren
die Juden zeitweilig zur Belieferung der Münzen
mit Silber verpflichtet. Darüber hinaus sind Lieferverträge mit einzelnen „Münzjuden" abgeschlossen worden. Schon unter König Friedrich
Wilhelm I. bestanden Überlegungen, die Juden zu
regelmäßigen Silberlieferungen anzuhalten, doch
erst durch Kabinettsorder vom 3. Juli 1744 an das
Generaldirektorium und durch Zirkularerlaß der
Behörde vom 14. Juli desselben Jahres an die
Kriegs- und Domänenkammern wurden die Pläne in die Tat umgesetzt. Ab 1745 wurden den Judenschaften in den einzelnen Provinzen feste
Summen bzw. Mengen für die jährlichen Silberlieferungen vorgegeben. Pläne Friedrichs II. aus
dem Jahre 1765, die jährlichen Silberlieferungen
von bisher 8.200 Marie auf 30.000 Mark heraufzusetzen, gelangten nicht zur Ausführung. Während des Siebenjährigen Krieges wurden die
Münzstätten an die Entrepreneurs Veitel Ephraim
& Söhne und Daniel Itzig verpachtet mit dem
Ziel, durch Ausprägung unterwertiger Münzen
den Krieg zu finanzieren. Im Jahre 1764 wurden
die Verpachtung der Münzstätten an die Juden
rückgängig gemacht und die unterwertigen Münzen, deren Umlauf zu einer Geld- und Handelskrise geführt hatte, wieder eingezogen.
Der Bestand enthält Unterlagen über die Silberlieferungen der Judenschaften und die Verpachtung von Münzstätten an Juden. Die Quellen
über die Verpachtung der Münzstätten sind wenig umfangreich, da die Registratur des Generalmünzdirektors Graumann weitgehend verlorengegangen ist.
Umfang des Bestandes: 8 lfm, 1622-1808
Umfang der Juden
betreffenden Akten:
74 Bde., 1718-1806
Findhilfsmittel:
Findbuch, 1 Bd., 2. Hälfte 19. Jahrhundert
Siehe auch: Rep 96 Geheimes Zivilkabinett, Ältere Periode (1713-1788), Nr. 408 D - 409 D, Rep.
163 Tresorakten und -rechnungen
Tit. VI Münzbediente - Identifier
- QGJ.v2.E05682
- Temporal Coverage
- 1744
- 1745
- 1750
- 1764
- 1765
- 1780
- 1786
- Signature
- II. HA (Abt. 22) Tit. XXXIV Nr. 2
- Header
- v2:: 5682:: II. HA (Abt. 22) Tit. XXXIV Nr. 2
- page
- 587
- volume
- v2
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