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v2:: 3650:: II. HA (Abt. 6.I) Lit. J Nr. 168
- QGJ #
- 3650
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-
3650 Lit. J Nr. 168
Schutzbriefe für Juden und Ansetzung der 1. Kinder in Ost-und in Westpreußen
1796-1806
Enth.: Süßmann Meyer in Stallupönen, Michael
Levi und Philipp Elias in Königsberg, Salomon
Isaac in Dirschau, Aaron Jacob und Michael
Abraham in Lauenburg, Joseph Leyser, Levin
Joseph und Abraham Joseph in Hoppenbruch,
Fewisch Seelig und Joseph Daniel in Langfuhr,
Israel Simon in Strasburg, Salomon Isaac in
Neuteich, Saul Fischel und Jackel Hirsch in
Weinberg sowie Elias Samuel in Osterode; Ablehnung des Gesuchs des Schutzjuden Jacob
Levin in Marienwerder um Erteilung eines Generalprivilegs, Febr., Mai 1796.
Bei Errichtung des Generaldirektoriums wurde
Ostpreußen zusammen mit Pommern und der
Neumark vom 1. Departement verwaltet. Von
1769 bis 1782 bestand ein besonderes Ostpreußisches Departement. Im Jahre 1782 wurde ihm auch
die Verwaltung von Westpreußen, ab 1796 auch die
von Neuostpreußen übertragen. Das im Gefolge
der ersten Teilung Polens im Jahre 1772 an Preußen
gelangte Ermland wurde der Provinz Ostpreußen
zugeschlagen, im Gegenzug gelangten die bisher
preußischen Ämter Marienwerder und Riesenburg
an die neugeschaffene Provinz Westpreußen. Der
nördliche Teil Ostpreußens (Kammerbezirk Gumbinnen) wurde als Litauen bezeichnet.
Dem Generaldirektorium waren als Mittelbehörden die Ostpreußische Kriegs- und Domänenkammer in Königsberg und die Kammerdeputation in
Gumbinnen unterstellt, die 1736 in eine Kriegsund Domänenkammer umgewandelt wurde.
Obwohl die Anzahl der in Ostpreußen vergleiteten jüdischen Familien aufgrund des Widerstandes der Stände gegen deren Ansetzung außer in
Königsberg vergleichsweise gering war, befinden
sich in diesem Bestand zahlreiche Quellen über
Juden. Das ist darauf zurückzuführen, daß Ostpreußen der Umschlagplatz für den Osthandel
mit Polen, Rußland und Kurland war, der weitgehend in den Händen von Juden lag. Zum anderen
sind an diesem Bestand, wie sein Gesamtumfang
beweist, im vorigen Jahrhundert nur geringfügige
Kassationen vorgenommen worden.
Der Bestand enthält eine Vielzahl von Akten über
einzelne jüdische Familien, namentlich in Königsberg, ferner Konzessionen zur Ansetzung der
1. und 2. Kinder, zur Ausübung von Berufen,
zum Handel und zum Erwerb von Häusern und
Grundstücken. Hingewiesen sei auch auf Unterlagen über die hebräische Druckerei und Buchhandlung in Königsberg, auf Angelegenheiten des
Kultus, auf die zu leistenden Abgaben sowie auf
die jährlichen Judentabellen aus der Zeit von 1743
bis 1806. Zu erwähnen ist auch eine größere Zahl
von Akten über jüdische Kaufleute und Händler
aus Polen und Rußland. - Identifier
- QGJ.v2.E03650
- Temporal Coverage
- 1736
- 1743
- 1769
- 1772
- 1782
- 1796
- 1806
- Signature
- II. HA (Abt. 6.I) Lit. J Nr. 168
- Header
- v2:: 3650:: II. HA (Abt. 6.I) Lit. J Nr. 168
- page
- 438
- volume
- v2
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