Item
File
v2:: 2936:: 2936.Paket.3:: I. HA Rep. 33 (M) Nr. 136 Paket 3
- QGJ #
- 2936
- Description
-
2936 Nr. 136 Bergwerks- und Münzsachen
Paket 1
1651-1698
Paket 2
1699-1701
Paket 3
1703-1773
Paket 1 enth. v. a.: Jährliche Lieferung einer bestimmten Menge Silbers durch die Juden im
Gesamtstaat an die Münze in Berlin, Juni 1665,
dabei: Stellungnahme der Halberstädter Judenschaft. - Herzog Christian von Sachsen-Merseburg an Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg wegen unerlaubter Belieferung der
Münzen in der Reichsstadt Nordhausen sowie
in Sondershausen durch Halberstädter Juden,
u. a. durch Isaac Wolff, März - April 1686. Untersuchung der Beschwerden der arretierten
Juden Noa Seligmann und Haim Seligmann
aus der Grafschaft Hohnstein über den Merseburger Münzmeister Dettmar und über Elisabeth Niebeck, Juni 1686. - Unrichtige Silberlieferungen der Juden zur Münze in Halberstadt, Aug. 1686. - Erlaß der Inquisitionsverfahren gegen die beiden Halberstädter Juden
Levin Meyer und Isaac Wulff wegen Münzvergehens gegen Zahlung von 1.000 Rtlr., Nov.
1691.
Im Jahre 1511 vereinigten die Grafen von der
Mark die Herzogtümer Jülich, Berg und Kleve
und die Grafschaften Mark und Ravensberg in
Personalunion. Nach dem Aussterben des märkischen Zweiges des bergischen Grafenhauses mit
Herzog Johann Wilhelm im Jahre 1609 kam es
zum jülich-klevischen Erbfolgestreit, bei dessen
Beilegung die Territorien aufgeteilt wurden und
das Herzogtum Kleve und die Grafschaften Mark
und Ravensberg an Brandenburg gelangten. In
den Friedensverträgen von Basel (1795) und Luneville (1801) mußte Preußen auf den linksrheinischen Teil des Herzogtums Kleve verzichten.
Nach dem Tilsiter Frieden von 1807 wurden das
Herzogtum Kleve und die Grafschaften Mark
und Ravensberg bis 1813/15 Bestandteil des Königreichs Westfalen.
den verbunden wurde. Sitz der minden-ravensbergischen Regierung war Minden.
Trotz der der administrativen Verbindung Ravensbergs mit Minden enthält die Rep. 34 sowohl
Akten über die Verwaltung des Herzogtums Kleve und der Grafschaft Mark als auch über die
Grafschaft Ravensberg, während für das Fürstentum Minden die Rep. 32 eingerichtet wurde. In
den Konvoluten Nr. 210 a bis 227 a a 2 von Rep. 34
befinden sich die Akten des Geheimen Rates, seit
1728 des Departements der auswärtigen Angelegenheiten, über die Beziehungen BrandenburgPreußens zu den Niederlanden.
Der Bestand enthält zahlreiche Akten über Juden.
Die über das Herzogtum Kleve und die Grafschaft Mark vorhandenen relevanten Quellen befinden sich vor allem im Konvolut Nr. 64 g 2 (lfd.
Nr. 2952-3007), während die Akten über die Juden in der Grafschaft Ravensberg im Konvolut
Nr. 178 e (lfd. Nr. 3074), untergebracht worden
sind. Darüber hinaus befinden sich in einer ganzen Reihe von Konvoluten über die Verwaltung
der Städte Akten über Juden. Sie wurden mit Hilfe der bei Selma Stern abgedruckten Judentabellen
für Kleve, Mark und Ravensberg aus den Jahren
1723/24,1754, 1763 und 1768 sowie anhand zeitgenössischer Registraturhilfsmittel erfaßt. Dabei
wurden nur Akten über solche Städte durchgesehen, in denen nachweislich Juden ansässig waren.
Bei den Quellen handelt es sich um die Bestätigung
der Geleitsbriefe der Judenschaften, die Erteilung
von Schutzbriefen, darunter für Moses Levi Gumpertz und andere Mitglieder der Familie, die Ansetzung der Kinder, die Einziehung der Schutzgelder
und anderer Abgaben, Judentabellen, die Begrenzung der Zahl und die Ausweisung unvergleiteter
Juden, Konzessionen zum Handel und dessen Beschränkung sowie Angelegenheiten der Rabbiner
und des Kultus. Weitere Unterlagen betreffen
Schuld- und Wechselforderungen von Juden und
deshalb geführte Prozesse sowie Kriminalia.
Hingewiesen sei auch auf zwei Akten über den
Inspektor bzw. Befehlshaber der Juden im Herzogtum Kleve und in der Grafschaft Mark, Berend Levi, aus den Jahren 1650 bis 1654 (lfd. Nr.
2953, 2954).
Die dem Geheimen Rat bzw. dem Justiz- und
geistlichen Departement als Mittelbehörde unterstellte Regierung in Kleve war zugleich für die
Grafschaft Mark zuständig, während die Grafschaft Ravensberg im Jahre 1719 verwaltungsmäßig mit dem 1648 erworbenen Fürstentum Min-
Umfang des Bestandes: 204 lfm, ca. 1606-1816
Umfang der Juden
betreffenden Akten:
86 Faszikel und 126 Pakete, 1647-1806
Paket 2 enth.: Untersuchungsverfahren gegen
den Hofrat Siegfried Christoph von Saldern
wegen Münzvergehens, Jan. - Okt. 1669, dabei:
Beteiligung von Halberstädter Juden an den
Vergehen. - Untersuchungsverfahren gegen
den Rat und Konsistorialsekretär Johann Heinrich Koch in Halberstadt wegen Münzvergehens, Febr. 1699 - März 1700, dabei: Beteiligung von Halberstädter und Altonaer Juden an
den Vergehen, u. a. von Isaac Wolff, Isaac Joel
und Levin Meyer. - Erlaß der dem Juden Moses
Levi wegen Münzvergehens zuerkannten Strafe
gegen Zahlung von 200 Rtlr. zum Bau der Kirche in der Klosterstraße in Berlin, Juli 1701. —
Jude Isaac Wulff gegen den Hildesheimer
Münzmeister Sebastian wegen nicht erfolgter
Ausmünzung von 100 Mark fein in Ein- und
Zwei-Pfennigstücken, Okt. 1701, Mai 1702.
Paket 3 enth. u. a.: Beschlagnahme von fünf
Beuteln mit Münzen mit reduziertem Goldgehalt bei den Halberstädter Juden Salomon Heinemann und Samuel Levin in Groningen, März
1767. - Identifier
- QGJ.v2.E02936
- Temporal Coverage
- 1511
- 1609
- 1648
- 1650
- 1654
- 1665
- 1669
- 1686
- 1691
- 1699
- 1700
- 1701
- 1702
- 1719
- 1723
- 1728
- 1754
- 1763
- 1767
- 1768
- 1795
- 1801
- 1807
- 1813
- Signature
- I. HA Rep. 33 (M) Nr. 136 Paket 3
- Header
- v2:: 2936:: 2936.Paket.3:: I. HA Rep. 33 (M) Nr. 136 Paket 3
- page
- 307
- volume
- v2
- Item sets
- Old.Entries
Linked resources
Sachsen-Merseburg
Item
Location
Saldern, Siegfried Christoph von
Item
Person
Sebastian (Hildesheim)
Item
Person
Seligmann, Haim
Item
Person
Seligmann, Noa
Item
Person
Sondershausen
Item
Location
Wolff, Isaac
Item
Person
Wolff, Isaac
Item
Person
Wulff, Isaac
Item
Person
Wulff, Isaac
Item
Person
Part of v2:: 2936:: 2936.Paket.3:: I. HA Rep. 33 (M) Nr. 136 Paket 3